Spielberichte

Saison 2019 / 20

  • 12.ST. HSG Rückmarsdorf 1919 II - TSV 1886 Markkleeberg 29 : 22 (18 : 07)

    Frühe Entscheidung am Leipziger Wahl-Sonntag

    Eine auf vielen Positionen veränderte Markkleeberger Mannschaft trat am Sonntag zum letzten Spiel vor der Winterpause beim Tabellenzeiten aus Rückmarsdorf an. Nach dem unglücklichen Heim-Auftritt in der letzten Woche wollte der TSV auswärts eine bessere Leistung zeigen und dem Gegner das Spiel etwas erschweren. Die Hausherren, zuletzt mit drei Siegen in Folge, traten mit voller Kapelle an.
    Anders als erhofft lag der TSV bereits nach zwei Minuten mit 3:0 zurück, beim Stand von 8:2 (12. Minute) wurde die erste Auszeit genommen. Markkleeberg kam auch in der Folge nicht ins Spiel, erarbeitete sich zu wenige (erfolgreiche) Torabschlüsse und fand in der Abwehr trotz Umstellung keinen Zugriff. Die Gastgeber hatten einfaches Spiel und konnten die Führung weiter kontinuierlich ausbauen (11:4, 17:6). Die HSG stellte eine ganz gute offensive Deckung, die den Markkleebergern sichtbare Probleme bereitete - Unzufriedenheit machte sich aber vor allem wegen der eigenen Leistung und des Rückstands breit.
    Für die zweite Halbzeit nahm sich die Mannschaft „auch mal ein Lächeln“ vor und startete mit zwei Toren (18:9). Eine andere Einstellung und gesteigerte Abwehrleistung brachten ein besseres Gefühl mit sich, was auch auf dem Spielfeld erkennbar war. Rückmarsdorf wirkte nicht mehr so souverän wie zuvor, sodass die Gäste öfter zu Abschlüssen kamen und mehr Ballgewinne hatten. Auch wenn die Sicherheit bei den Gästen nur langsam zurückkehrte, die HSG nahm nach neun Minuten die Auszeit (22:13). Der Wille war da, bestes Beispiel dafür waren Sebastian Karthe, der 75% seiner Tore in der zweiten Halbzeit warf, und Max Karehnke, der selbst nach zwei Kopftreffern und blutiger Nase nicht aus dem Kasten wollte. Im letzten Viertel legten die Markkleeberger noch einen vier Tore-Lauf hin, der zwar das Ergebnis nicht mehr in Gefahr brachte, die Gastgeber aber erneut zur Auszeit zwang (27:20, 53. Minute). Das Spiel trudelte aus, in den letzten zweieinhalb Minuten passierte nicht mehr viel.
    Unterm Strich lässt sich eine verdiente Niederlage festhalten, bei der die schlechte erste Halbzeit die bessere Zweite überwiegt (18:7 1. HZ/11:15 2: HZ). Leichtigkeit und Cleverness sollten dem Markkleeberger Spiel weiterhelfen, wenn es im März um die nächsten Punkte geht. Debütant Paul Michel warf direkt zwei Tore und konnte die Abwehr stabilisieren, weiter so.

    Aufstellung: Max Karehnke; Christian Rasche (1), Paul Michel (2), Max Pilz (1), Erik Frommolt (4), Sebastian Karthe (8/3), Moritz Held (1), David Ulrich, Steve Ullmann (4), Paul Schubert (1), André Jaworski, Raimo Füßler

    Gelbe Karten: 2 | 2
    Zeitstrafen: 6 Minuten | 12 Minuten
    Disqualifikation: 0 | 1
    Siebenmeter: 3/3 | 3/3

  • 11. ST. TSV 1886 Markkleeberg - USC Leipzig 26 : 27 (11 : 13)

    Durchwachsener Abschied aus der Dreifelderhalle

    Nach mehr als zwei Jahrzehnten endete am 26. Januar 2020 die Heimspiel-Ära in der Dreifelderhalle mit einem letzten Heimspieltag. Auch wenn es aller Ehren wert ist und diese Spielstätte Generationen von Markkleeberger Handballern und Handballerinnen in ihren Räumlichkeiten empfangen hat - ein solches Trauerspiel wäre dann doch nicht nötig gewesen. Der TSV empfing den Tabellenletzten vom USC Leipzig, tat sich mit der vermeintlichen Favoritenrollte allerdings sichtbar schwer. Doch von vorn.
    Markkleeberg startete termin- und verletzungsbedingt zunächst ohne nominellen Torhüter, sodass Sebastian Karthe einsprang und sich auch beweisen konnte. Danke an dieser Stelle dafür. Davon abgesehen trat das Erwartbare ein und die Gäste aus Leipzig spielten ihren gemütlichen Stiefel runter. Verwunderlich war es jedoch, mit welcher Belanglosigkeit das Markkleeberger Spiel vorgetragen wurde. Die zuletzt so starke Abwehr wurde in der Folge nur von Nils Thom im Tor gerettet, im Angriff fehlten Tempo und der nötige Zug zum Tor und Emotionen ließen an den entscheidenden Stellen ebenfalls auf sich warten. Der USC spielte unbeirrt weiter und kam zu verhältnismäßig einfachen Toren, während sich die Hausherren weiter schwer taten (0:2, 3:5, 5:8). Da konnten selbst das zwischenzeitliche 8:8 und die 9:8-Führung nichts ändern, vier Minuten später war der alte Abstand wieder hergestellt (9:11, 10:13).
    Die Mannschaft war sich ihrer Leistung bewusst, in der Halbzeit wurde das Auszusprechende ausgesprochen und es war (theoretisch) auch klar was zu tun ist. Unklar bleibt jedoch weiterhin, weshalb an diesem Tag dann doch eher wenig zusammenging (11:15, 13:17). Mit fortschreitender Spieldauer wurde deutlich, dass hier eine drohende Niederlage in der stickigen Turnhallenluft lag. Beim TSV regte sich in der Folge doch etwas Widerstand, mühsam, aber beständig. Dran bleiben war angesagt. Über das 15:17 kamen die Gastgeber auf 18:19 ran und verpassten die erste Chance auf den Ausgleich. Selbst die gegnerische rote Karte konnte die eigenen Beine nicht schneller machen (45. Minute). Es entwickelte sich eine spannende Schlussphase: Der TSV vergab weitere Möglichkeiten zum Ausgleich (19:20, 20:21), lag wieder mit drei Toren zurück (20:23), kam erneut ran (22:23), glich aus (24:24) und ging in Führung (25:24). Zweieinhalb Minuten vor dem Ende: doppelte Überzahl Markkleeberg, leider zu einfache Fehler, wieder eins hinten (25:26). Noch 30 Sekunden, Ausgleich. Noch drei Sekunden, Gegentor …
    Mit diesem Ergebnis hätten die wenigsten gerechnet und die Wettbüros wahrscheinlich super Quoten gefahren. Für die zahlreichen Zuschauer in der Halle war das nach den Bildern der Handball-Europameisterschaft leider weder handballerische Schonkost noch Bezirksklasse-Niveau. Vermutlich hätte das Re-Live der Schach-Weltmeisterschaft 2018 mehr Unterhaltung geboten. Bleibt nur zu hoffen, dass das in der nächsten Woche in Rückmarsdorf besser aussieht und die einfachen Tugenden, Tempo und Emotionen wieder zum Vorschein kommen. Vielleicht wird ja das erste Heimspiel in ein paar Monaten/Jahren in der neuen Dreifelderhalle ein wahres Feuerwerk der Turnkunst. Wäre zu wünschen.

    Aufstellung: Nils Thom; Max Pilz, Martin Kruppa (6), Sebastian Karthe (4), Lennart Wünschig (1), Marcel Bölke (1), Moritz Held (3), Steve Ullmann (3), Erik Frommolt (2), Alexander Hennig (2), Raimo Füßler (4)

    Gelbe Karten: 3 | 4
    Zeitstrafen: 8 Minuten | 8 Minuten
    Disqualifikation: 0 | 1
    Siebenmeter: 0/3 | 2/5

  • 10.ST. TSV 1886 Markkleeberg - SV Regis-Breitingen 27 : 15 (16 : 09)

    Gelungener Jahresauftakt

    Das erste Spiel des neuen Jahrzehnts bestritt der TSV am vergangenen Sonntag in heimischer Halle. Zu Gast war der Mitaufsteiger aus Regis-Breitingen, gegen den das Hinspiel mit einem Tor verloren ging (20:19). Die Hinrunde schlossen beide Mannschaften im Tabellenmittelfeld ab, sodass alles erneut auf ein enges Spiel hindeutete. Die Markkleeberger warteten mit einem Heimspieltag/Jahresauftakt auf, sodass in der Halle dank beider Fanlager bessere Atmosphäre herrschte, als bei den EM-Spielen in Trondheim.
    Die Begegnung begann erwartet ausgeglichen, über die Stationen 1:1, 4:2, 4:4 und 5:5 wurde die erste viertel Stunde abgeschlossen. Den Hausherren gelang es anschließend, sich beim Stand von 8:5 erstmals auf drei Tore abzusetzen, vor allem über das Tempospiel erzielte der TSV wichtige Treffer. In der Folge wurde weiter das einfache Spiel forciert, die Abwehr stand gut und die Torhüter hatten oft die entscheidende Hand am Ball. Über 13:7 ging es beim Stand von 16:9 überraschend deutlich in die Pause.
    Halbzeit zwei war eher nicht von einem Torfestival geprägt. Das lag zum einen an der sehr guten Abwehr der Markkleeberger, die variabel verschob und schnell auf den Beinen war, den Gästen kaum Würfe aus der Nahdistanz bot und somit auch den Hütern das Spiel erleichterte. Zum anderen war die Chancenverwertung der Hausherren eher dürftig, hätten doch durchaus einige Treffer mehr fallen können. So gestalteten sich das erste und dritte Viertel des Spiels ausgeglichen (jeweils 6:5), während Quartal zwei und vier deutlich zu Gunsten des TSV ausfielen (10:4 und 5:1). Ein 5:0-Lauf der Markkleeberger besiegelte das Spiel schließlich.
    Positiv festzuhalten bleibt vor allem die stabile Abwehr, die in der zweiten Halbzeit nur sechs Gegentore zuließ. Auch im Angriff sah es nicht schlecht aus, hier sollte vor allem aber die Chancenverwertung etwas nach oben geschraubt werden und sowohl im Positions- als auch im Tempospiel die nötige Tiefe gesucht werden. Alles in allem war es jedoch eine faire Begegnung, mit dem günstigeren Ausgang für die Heimmannschaft.

    Aufstellung: Max Karehnke, Tilman Peters; Christian Rasche (4), Max Pilz (1), Sebastian Karthe (5), Lennart Wünschig (9/2), Marcel Bölke (3), Steve Ullmann (2), Erik Frommolt (1), Alexander Hennig (1), Raimo Füßler (1)

    Gelbe Karten: 3 | 2
    Zeitstrafen: 6 Minuten | 2 Minuten
    Siebenmeter: 2/3 | 2/2

  • 9.ST. TSV 1886 Markkleeberg - TSG 1861 Taucha 33 : 32 (14 : 17)

    2019, die Letzte

    Im verlegten Spiel gegen den Kontrahenten aus Taucha empfing der TSV am vergangenen Sonntag die TSG in der Sporthalle Mehringstraße. Die Hausherren hatten den ein oder anderen Abwesenden zu beklagen, sodass die Bank im Vergleich zu den Gästen eher schmal besetzt war. Nichtsdestotrotz sollten die zwei Punkte zu Hause gehalten werden.
    Es entwickelte sich von Anfang an ein enger Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften. Tor um Tor schraubte sich der Spielstand auf beiden Seiten nach oben, Souveränität sah allerdings anders aus. Über die Stationen 1:1, 5:5, 7:7 und 10:10 ging es so ausgeglichen wie es scheint in die Schlussphase der ersten Hälfte. Etliche Zeitstrafen ebneten den Weg dahin, so wurden allein in der ersten Halbzeit sieben der insgesamt neun Hinausstellungen ausgesprochen. Eine bereits nach zwanzig Minuten (zurecht) zurückgenommene dritte Zeitstrafe ließ den Gästen ihren besten Torschützen (7 Treffer) auf dem Feld, doch auch Markkleeberg sammelte in dreizehn Minuten vier Verschnaufpausen. Die doppelte Überzahl beim Stand von 14:14 (27. Minute) wusste die Mannschaft aus Taucha schließlich zu nutzen und setzte sich erstmals im Spiel mit drei Toren ab.
    Halbzeit zwei begann gleich mit einer Zeitstrafe, diese war bis kurz vor Spielende aber erstmal die letzte. Auch wenn der Abstand auf der Anzeigetafel in der Folge eher schmolz als dass er sich vergrößerte - die Markkleeberger taten sich weiterhin schwer das Spiel an sich zu reißen. Ein Kontertor samt roter Karte für die Gäste bescherte dem TSV in der 40. Spielminute dann den Ausgleich zum 21:21. Ab diesem Punkt war das Spiel erneut so ausgeglichen wie schon zu Beginn. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, allein die Torfolge (24:24, 28:28) verdeutlicht die Dramatik des Spiels. Die Gastgeber hätten den Sack beim 31:29 schon zu machen können, verpassten das Momentum jedoch und Taucha warf den erneuten Ausgleich (31:31, 58. Minute). Selbst die angesprochene letzte Zeitstrafe des Spiels und die folgende Überzahl für Markkleeberg brachte in der letzten Minute keine Entscheidung. Der entscheidende Treffer fiel schließlich erst 15 Sekunden vor der Sirene, als auch der letzte Angriff der TSG abgewehrt werden konnte.
    Für den neutralen Zuschauer hatte dieses Spiel zu dieser Uhrzeit selbst ohne Bewegung alle Kalorien des Tages verbrannt. Beide Teams maßen sich in einem sehr engen und spannenden Duell und ließen sich selbst von der störenden Anzeigetafel nicht aus dem Takt bringen. Das nötige Quäntchen hatte der TSV am dritten Advent auf seiner Seite und überwintert damit auf einem soliden Mittelfeldplatz in der weiterhin engen Liga. Am 19. Januar wird die Rückrunde eingeleitet, zu Gast ist der SV Regis-Breitingen.
    Bis dahin verabschieden sich die Markkleeberger Handballer aber erstmal von allen Fans, Familien und Freunden, danken für den super Support bei allen Heim-/Auswärtsspielen, die tolle Unterstützung im Vereins-Leben sowie das schöne gemeinsame Jahr. Wir hoffen, auch 2020 regelmäßig und zahlreich begleitet und unterstützt zu werden und wünschen bis dahin schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Christian Rasche (4), Philippe Kupper, Sebastian Karthe (2), Lennart Wünschig (6/1), Marcel Bölke (5), Steve Ullmann (5), Alexander Hennig (5), André Jaworski (2), Raimo Füßler (4)

    Gelbe Karten: 3 | 2
    Zeitstrafen: 10 Minuten | 8 Minuten
    Disqualifiktion o. B.: 0 | 1
    Siebenmeter: 1/1 | 3/4

  • 8.ST. SV Leisnig 90 - TSV 1886 Markkleeberg 34 : 31 (12 : 16)

    Team- und Kampfgeist meets Wolfgang Petry

    Das letzte Auswärtsspiel des Jahres 2019 führte den TSV 1886 Markkleeberg am Samstag nach Leisnig. Zum Weihnachts-Spieltag erwarteten die Gastgeber des SV eine dezimierte Markkleeberger Mannschaft, die nichtsdestotz etwas Zählbares wieder mit nach Hause nehmen wollte. Der Ball war geharzt, die Halle gut gefüllt und für gute Stimmung sorgte das Weihnachts-Medley von Wolfgang Petry. Für ein fantastisches Spiel war also alles vorbereitet.
    Die Gäste kamen sehr gut ins Spiel und überraschten die Hausherren erfolgreich auf dem falschen Fuß. Motiviert und sicher führten die Markkleeberger mit 0:3 und ließen das erste Gegentor erst nach fünfeinhalb Minuten zu. Leisnig fand vor allem über die beiden Halbpositionen ins Spiel und konnte beim 5:5 erstmals ausgleichen (11. Minute). Der TSV ließ sich trotz Unterzahl nicht abschütteln und blieb dran (6:6, 7:7), konnte wenig später beim Stand von 8:11 sogar wieder eine Führung erspielen. Bis zur Halbzeit schenkten sich die Mannschaften nichts, es ging hin und her und die Pleißestädter mit vier Toren in Front in die Pause.
    Für den ein oder andere Betrachter schien der Zwischenstand tatsächlich ein ungewöhnlicher Anblick zu sein, doch auch Halbzeit zwei bestätigte, dass es sich hier nicht um eine Eintagsfliege handelte. Zwar musste Markleeberg bereits nach 22 gespielten Sekunden die nächste Zeitstrafe hinnehmen und spielte kurz darauf sogar in doppelter Unterzahl, die Führung konnte aber weit darüber hinaus verteidigt werden (15:16, 16:18, 18:20). Erst beim Stand von 21:21 (40. Minute) war der SV wieder ran. Die verbleibenden 20 Spielminuten glichen weiterhin munterem Scheibenschießen, keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen und für die nötigen Verschnaufpausen sorgten auf beiden Seiten Zeitstrafen (23:23, 26:26). Die ein oder andere fragliche Entscheidung war dabei, vielleicht auch spielentscheidend, denn in der Folge setzten sich die Gastgerber mit zwei Toren auf 28:26 ab. Ganz abzuschreiben waren die TSVler aber auch danach noch nicht - trotz schmaler Bank entwickelte sich ein gesunder Ehrgeiz, der das Spiel bis eineinhalb Minuten vor dem Ende spannend hielt (32:30).
    Entscheidend war hier sicherlich die eine oder andere fehlende Wechselmöglichkeit, die dem Gegner nochmal eine andere Aufgabe angeboten und den eigenen Reihen eine Luft mehr verschafft hätte. Ansonsten war es ein sehr schönes und auch spannendes Handballspiel, an dessen Ende nun leider keine Punkte stehen. Leistung und Motivation sollten aber trotzdessen nicht vernachlässigt werden. Man sieht sich ja bekanntlich immer zweimal.
    Der TSV schließt das Jahr am kommenden Sonntagmorgen (9.30 Uhr!) mit einem verlegten Heimspiel gegen die TSG aus Taucha ab.

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Max Pilz (1), Martin Kruppa (6/1), Philippe Kupper (2), Marcel Bölke (6), Moritz Held (2), David Ulrich, Steve Ullmann (11), André Jaworski (3)

    Gelbe Karten: 2 | 2
    Zeitstrafen: 12 Minuten | 12 Minuten
    Siebenmeter: 3/4 | 1/2

  • 7.ST. TSV 1886 Markkleeberg - VfB Torgau 31 : 20 (13 : 09)

    Dritter Sieg in Folge

    So voll war es auf der Markkleeberger Bank lange nicht mehr: Beim Heimspiel gegen den VfB Torgau konnte der TSV aus den Vollen schöpfen. Mit zwei Siegen im Rücken wollten die Hausherren das Spiel gegen den nächsten direkten Konkurrenten ebenso motiviert und konzentriert angehen wie zuletzt.
    Auch wenn sich die Anfangsphase zunächst ausgeglichen gestaltete (2:0, 2:2, 4:4, 5:5), kamen die Markkleeberger gut in die erste viertel Stunde des Spiels. Die anfängliche Überlegenheit des Gäste-Rückraums konnte eingedämmt werden, sodass anschließend auch über das eigene Positionsspiel wichtige Treffer generiert werden konnten. Nach knapp zwanzig gespielten Minuten setzten sich die Gastgeber erstmals deutlicher ab (9:5) und bauten die Führung auf sechs Tore aus (12:6, 25. Minute). Kurz vor der Halbzeit kehrte für einen Augenblick der Schlendrian ein, doch die Führung konnte bis zur Sirene gehalten werden.
    Das erste Tor der zweiten Hälfte erzielten die Gäste von der Elbe und verkürzten den Abstand damit weiter. Die Markkleeberger fanden sich jedoch schnell wieder in die Begegnung, sodass die Führung nicht auf weniger als plus drei schmolz. Zwei Tempogegenstöße stellten den Spielstand anschließend auf 18:13. Auch wenn eine doppelte Überzahl mit 2:1 Toren nicht ganz so dominant genutzt werden konnte wie gedacht, klappte es einige Zeit später in doppelter Unterzahl mit ebenfalls 2:1 Toren besser. Über die Stationen 19:15, 24:15 und 27:19 ging es in die letzten zehn Minuten der Begegnung. Die Torhüter der Hausherren fischten zahlreiche Bälle aus der Luft und auch die Defensive gewann mit Debütant Erik Frommolt weiter an Stabilität. Markkleeberg gelang damit in der Schlussphase in vier Minuten noch ein 4:0-Lauf, der das Endergebnis beim Stand von 31:20 besiegelte.
    Deutlich spürbar waren die auf allen Positionen vorhandenen Wechselmöglichkeiten, aus denen die Markkleeberger schöpfen konnten. Die nötige Spritzigkeit ging dadurch nicht verloren und auch die Defensive blieb stabil. Kommenden Samstag steht das letzte Auswärtsspiel des Jahres 2019 an, welches den TSV Markkleeberg nach Leisnig führt. Personal hin oder her - die Leistung muss auch dort stimmen. Nur dann ist etwas zählbares drin und die gute Laune auf der Weihnachtsfeier gesichert.

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Max Pilz (1), Martin Kruppa (5), Sebastian Karthe (5), Philippe Kupper, Lennart Wünschig (6/1), Marcel Bölke (6), Moritz Held (4), Steve Ullmann, Erik Frommolt, Alexander Hennig (1), André Jaworski (1), Raimo Füßler (2)

    Gelbe Karten: 3 | 3
    Zeitstrafen: 6 Minuten | 8 Minuten
    Siebenmeter: 1/1 | 2/5

  • 6. ST. TSV 1886 Markkleeberg - Turbine Leipzig 36 : 31 (16 : 14)

    Torreicher Heimsieg

    In einer torreichen Begegnung konnte der TSV 1886 Markkleeberg am vergangenen Sonntag die Gäste von Turbine Leipzig ohne Punkte wieder nach Hause schicken. Beim erst zweiten Heimspiel der Saison gestaltete sich auch die personelle Situation wieder etwas entspannter und Philippe Kupper gab sein Debüt.
    Nach dem Sieg in der Vorwoche in Böhlen wollten die Hausherren genau dort wieder anknüpfen und aus einer beweglichen und kommunikativen Deckung ins (Tempo-)Spiel kommen. Der Anfang der Partie gestaltete sich jedoch fahrig und nicht so klar wie gewünscht, sodass die Markkleeberger über 2:2, 4:6 und 6:9 erstmal einem Rückstand hinterher liefen. Der Knoten platzte in der Mitte der ersten Halbzeit, als sich auch die Körpersprache in der Abwehr veränderte und ein vier Tore-Lauf die 10:9-Führung erwirkte. Nachdem sich die Gäste aus Leipzig weiter an die Markkleeberger Fersen hängen konnten (12:12, 13:13) gelang es dem TSV erst kurz vor der Pause einen Vorsprung von zwei Treffern beim Stand von 16:14 zu erspielen.
    Fest stand, dass die Deckung weiter konsequent verschieben müsse, damit die Aktionen über Kreis und Rückraum Mitte abgefangen werden können. Ein Missverständnis schaffte im ersten Gästeangriff noch eine Markkleeberger Unterzahl-Situation, allerdings wurde dieses mit der Führung zum 19:15 gekontert. Das Unterzahlspiel des TSV funktionierte an diesem Tag (mal wieder) besser als das Überzahlspiel, sodass auch in diesen Phasen wichtige Treffer erzielt werden konnten. Die restliche Spielzeit gestaltete sich relativ torintensiv, fast jeder Angriff konnte erfolgreich abgeschlossen werden. So ging es über die Stationen 23:17, 25:21 und 30:24 in die letzten zehn Minuten. Markkleeberg machte es sich teilweise selbst schwer die Führung zu verwalten, indem ungenaue und überhastete Fehlabspiele leichte Ballverluste zur Folge hatten. Nichtsdestotrotz wurde es in der Schlussphase nicht enger als das 34:30 (58. Minute) und der Sieg konnte verdient eingefahren werden.
    Dank der zwei Punkte ist das Konto des TSV nun wieder ausgeglichen und die zwei Siege in Folge können mit einem spielfreien Wochenende verarbeitet werden. Am 1. Advent kommt mit dem VfB Torgau ein weiterer direkter Mittelfeld-Konkurrent in die Dreifelderhalle. Anwurf ist wie gehabt um 16 Uhr.

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Christian Rasche (3), Max Pilz (2), Martin Kruppa (5/1), Sebastian Karthe (7), Philippe Kupper, Lennart Wünschig (10/6), Marcel Bölke (3), Moritz Held (2), Steve Ullmann (1), André Jaworski, Raimo Füßler (3)

    Gelbe Karten: 2 | 1
    Zeitstrafen: 12 Minuten | 10 Minuten
    Siebenmeter: 7/8 | 6/6

  • 5. ST. HV Böhlen II -TSV 1886 Markkleeberg 26 : 33 (13 : 16)

    Markkleeberg holt mit Minimalbesetzung wichtige zwei Auswärtspunkte

    Nach fünfwöchiger Pause reiste die erste Vertretung der Markkleeberger zum nun bereits vierten Auswärtsspiel in der noch jungen Saison. Entgegen der vorherrschenden Hoffnung nach der Herbstpause wieder eine konkurrenzfähige Kaderstärke zu haben, fuhr man nur Aufgrund von Neuzugang René Richter mit wenigstens einem Wechsler nach Böhlen. Die Motivation war dementsprechend trotz sehr guter und gut besetzter Trainingswoche eher gedämpft. Das Motto war klar: Das Beste rausholen.
    Zu Spielbeginn zeigte sich, dass auch die Hausherren mit etlichen Ausfällen zu kämpfen hatten und ebenfalls auf einen harten Kern zusammengeschrumpft waren. Der Anfang war jedoch recht ansprechend und torreich und die Stationen 1:3, 4:4, 9:9 (nach 14 Minuten) versprachen eine spannende und torreiche Partie. Leider verloren die Gäste im Anschluss leider etwas den Faden im bis dahin gefälligen Angriffsspiel. Böhlen stellte die Abwehr auf 5:1 um und provozierte so einige einfache Fehler, die zu einfachen Gegentoren und Ernüchterung auf Markkleeberger Seite führten. Die Auszeit, kleine Anpassungen an der spielerischen Ausrichtung sowie der Appell positiv zu bleiben und den Frust über die geringe Personaldecke nicht aufs Spiel zu übertragen brachten die gewünschte Wirkung. Ein 7:2-Lauf sorgte für einen Stimmungsschub in der Halbzeitpause.
    Anpassungen waren nicht möglich und nötig. Die breite Spielanlage, temporeiche Durchbrüche und 1:1-Situationen blieben von der Heimabwehr unbeantwortet und durch eine komplette Herausnahme von Marcel Bölke ergaben sich noch größere Lücken, die konsequent von allen Beteiligten genutzt wurden. Hinzu kam eine gut sortierte und im Verbund verschiebende 6:0-Abwehr, die durch ein glänzend aufgelegtes Torhüterduo komplettiert wurde. 14:18, 17:19, 18:22 hießen die Stationen bis Markkleeberg nach und nach das Zepter übernahm und die geringe Personaldecke bei den Hausherren deutlich mehr Wirkung zeigte. Zwischen den Minuten 40 und 50, bisher immer eine Schwächephase, wurde die Führung immer weiter auf zehn Tore ausgebaut und die Hausherren mussten zu einer sehr offensiven Abwehr übergehen. Markkleeberg blieb jedoch abgeklärt und spielte sich weiterhin klarste Torchancen heraus, die leider nicht immer zum Torerfolg führten. Der Vorsprung schmolz deshalb auf sechs Tore zusammen, der Sieg aber letztlich ungefährdet.
    Fazit: Was bleibt? Mit einer absoluten Minimalbesetzung zeigt Markkleeberg trotz fehlender Wechselmöglichkeit einen gefälligen Auftritt. Die Abwehr wirkte trotz zuletzt selten geübter Formation stabil, gut abgestimmt und bewegungsfreudig und ermöglichte den Hütern etliche Paraden. Auch die häufigen Unterzahlsituationen wurden gut gelöst. Der Angriff war, entgegen der bisherigen Partien, geprägt von gut herausgespielten Wurfsituationen und Gefährlichkeit von allen Positionen. Wermutstropfen blieb die Chancenverwertung, hätte man in dem Spiel doch durchaus mal wieder auch die 40 Tore-Marke in den Blick nehmen können. Doch wesentlich wichtiger war die überzeugende individuelle und mannschaftliche Leistung, die einem zwei nicht gerade erwartete Auswärtspunkte bescherten.

    Statistik:
    Maximilien Karehnke, Nils Thom, Maximilian Pilz (4), Sebastian Karthe (4), René Richter, Lennart Wünschig (10/6), Marcel Bölke (8), Steve Ullmann (2), Martin Arlt (5)

    7-m Würfe:
    Böhlen: 7/7 (laut Protokoll, eigentlich 7/8)
    TSV: 6/6

    Zeitstrafen:
    Böhlen: 3
    Markkleeberg: 7

  • 4. ST. VfB Eilenburg - TSV 1886 Markkleeberg 34 : 28 (17 : 14)

    Mutig aufspielende Indianer stellen Spitzenreiter vor Probleme

    1.358 Tage nach dem letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2015/2016 standen sich am vergangenen Samstag die beiden Mannschaften aus Eilenburg und Markkleeberg gegenüber. Der VfB hat in den bisherigen Spielen bis auf einen Punkt in Leisnig nichts liegen lassen und hat sich im Gegensatz zu den Gästen aus Markkleeberg im oberen Tabellendrittel festgespielt. Die schmale Personaldecke bei den Gästen macht sich, wie schon zuletzt, auch weiterhin bemerkbar. Freundlicherweise konnten einige Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen, da deren Spiel ausfiel.
    Nichtsdestotrotz wollten die Gäste die Punkte nicht so einfach hergeben und stellten mit einer etwas destruktiven Spielweise den Gastgeber das gesamte Spiel über vor Probleme. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte der Spielstand auch ausgeglichen gehalten werden, was unter anderem auch an hervorragend aufgelegten Markkleeberger Torhütern lag. Über die Stationen 2:2, 4:4, 7:5, 8:9, 10:10 und 11:11 ging es in die letzten Minuten vor dem Seitenwechsel. Dort gelang es den Eilenburgern erstmals, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen (14:11). Der TSV ließ sich nicht abschütteln (14:13, 15:14), musste dann aber nochmal zwei Gegentreffer hinnehmen.
    In der Pause war erstmal durchatmen angesagt, da sich das Spiel an der ein oder anderen Stelle relativ hektisch und unsortiert gestaltete. Fehlabspiele und -würfe zogen sich (auf beiden Seiten) über die gesamte Partie, wurden jedoch des öfteren mit schön herausgespielten Toren beider Mannschaften gekontert. Halbzeit zwei knüpfte direkt an die ersten 30 Minuten an und der TSV hielt den Rückstand weiter gering (19:18, 36. Minute). Die folgenden zehn Minuten erspielte sich der VfB mit einem 4:0 und einem 3:0-Lauf allerdings eine deutlich komfortablere Führung als bisher und brachte etwas Ruhe ins Spiel (23:18, 28:22). In der Schlussphase machten sich bei den Markkleebergern neben den drei kurz aufeinander folgenden Zeitstrafen auch die personell eingeschränkten Möglichkeiten bemerkbar, trotzdem konnten in Unterzahl weiter Treffer erzielt werden.
    Die Niederlage geht, vor allem wegen der Art und Weise, in Ordnung. Toller Kampf und mannschaftliche Geschlossenheit, sehr starke Torhüter und ein wiederbelebtes Konterspiel gegen einen starken Gegner geben ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben. Nun steht erstmal erstmal die Herbstpause an, bevor bis Weihnachten noch ein paar Spiele zu gehen sind, in denen auch Punkte gesammelt werden sollten.

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Pascal Rabe, Max Pilz (7), Martin Kruppa (6/1), Sebastian Karthe (5/1), Tobias Schrickel, Marcel Bölke (3), Moritz Held (2), David Ulrich (3), André Jaworski (2), Sascha Pikarski
    (Torverteilung laut Protokoll, entspricht teils nicht der tatsächlichen Verteilung)

    Gelbe Karten: 3+1 | 2
    Zeitstrafen: 2 Minuten | 6 Minuten
    Siebenmeter: 3/4 | 2/4

  • 3.ST. TSV 1886 Markkleeberg - HSG Rückmarsdorf II 26 : 31 (12 : 12)

    In einer erneut über weite Strecken eng gestalteten Begegnung konnte sich die Markkleeberger Mannschaft am Sonntagnachmittag nicht gegen die Gäste aus Rückmarsdorf durchsetzen. Im ersten Heimspiel der noch jungen Saison reichten knappe vierzig Minuten guter Leistung nicht für eine positive Heimpremiere.
    Die Richtung war klar, die Mannschaft motiviert und trotzdem lagen die Gastgeber nach knapp zehn Minuten mit 2:6 hinten. Kleinere Umstellungen brachten jedoch den gewünschten Erfolg, sodass die Abwehr und auch das Tempospiel weiter überzeugend gespielt und konsequenter umgesetzt werden konnten. Die Folge war ein 5:1-Lauf und der Ausgleich beim Stand von 7:7 (19. Minute). Bis zur Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, Markkleeberg zog nach jedem Gegentreffer nach und konnte beim 10:9 erstmals in der Begegnung vorlegen. Jedoch ließen auch die Gäste nicht locker, sodass es über 10:10 und 11:11 mit 12:12 in die Pause ging.
    In Halbzeit zwei sollte vorrangig die Tiefe im Angriffsspiel gesucht werden, um so die gegnerische Abwehr in Bewegung zu versetzen und auch Würfe aus dem Rückraum zu generieren. Bis zm 16:16 konnten die Vorgaben weitestgehend umgesetzt und das Spiel weiter offen gestaltet werden. Die Hausherren erzielten in der Folge gar den Führungstreffer zum 18:16 (38. Minute). Anschließend machte sich jedoch ein deutlicher Bruch im Markkleeberger Spiel bemerkbar, sodass Rückmarsdorf postwendend auf 18:20 davon zog. Kleinere Unkonzentriertheiten und die fehlende Cleverness wurden von den Gästen bestraft, sodass es nicht gelang den Rückstand nochmal gefährlich oder entscheidend zu verkürzen (20:24, 23:27, 24:30, 26:31).
    Die Gäste aus Rückmarsdorf waren an diesem Tag den entscheidenden Hieb besser und konnten das Spiel (vielleicht etwas zu hoch) für sich entscheiden. Für die kommenden Spiele sollte weiter am Angriff, Aufbau und Abschluss gearbeitet und die Schlagzahl weiter erhöht werden. Kommendes Wochenende geht es zum noch ungeschlagenen VfB Eilenburg, auf den der TSV zuletzt 2015 / 2016 traf (ein Sieg, eine Niederlage). Anwurf ist um 17:30.

    Aufstellung: Max Karehnke, Nils Thom; Max Pilz, Martin Kruppa (7/2), Sebastian Karthe (2), Stan Patzschke, Marcel Bölke (7), Moritz Held (2), Alexander Hennig (5), André Jaworski, Raimo Füßler (3)

    Gelbe Karten: 1 | 2
    Zeitstrafen: 4 Minuten | 10 Minuten
    Siebenmeter: 2/2 | 5/5

  • 2. ST. USC Leipzig - TSV 1886 Markkleeberg 25 : 26 (12 : 17)

    Starken 40 Minuten folgen katastrophale 20...

    Am vergangenen Samstag stand für die Markkleeberger Vertretung die nächste Auswärtsaufgabe an, diesmal bei den Bezirksoldies des USC Leipzig. Die Lehren aus der Auftaktniederlage wurden gezogen, die Abwehrleistung musste auf dem guten Niveau ausgebaut werden und im Angriff wieder Tempo und Entschlossenheit im Vordergrund stehen.
    Die Aufstellung des Kaders war nahezu unverändert und man konnte mit halbwegs voller Bank in das Spiel starten. Dies gelang zunächst auch ganz nach Plan. Die Markkleeberger stellten die Hausherren mit ihrer aggressiven Abwehr vor sichtbare Probleme und konnten folgerichtig Ballgewinne und schnelle Gegentore verbuchen. Über die Stationen 1:4, 2:7 und 6:11 konnte man sich ein beruhigendes Polster erspielen und auch das Spielgeschehen erinnerte an souveräne Auftritte aus der letzten Saison, war man den Leipzigern doch sichtlich spielerisch überlegen. Doch leider zog bis zur Halbzeit etwas der Schlendrian ein, unnötige 2-Minuten Strafen und Unkonzentriertheiten in der Deckung luden den Gegner ein den Abstand zu verkürzen, bevor man zur Halbzeit über zwei schnelle Gegenstöße den 5-Tore-Abstand wieder herstellen konnte.
    Die Halbzeitansprache verlief ruhig und die Stimmung war positiv, wusste man doch, dass man über Großteile des Spieles seine Stärken in Abwehr und dem schnellen Umschaltspiel ausspielen konnte und der Gegner sichtlich Probleme mit dem temporeichen Markkleeberger Handball hatte. Die Marschroute für Halbzeit zwei war somit jedem klar und wurde in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte auch konsequent verfolgt. Selbst nach Gegentoren wurde stets der direkte Weg zum Tor gesucht und der Vorsprung in Minute 42 sogar auf 8 Tore ausgebaut. Was nun folgte war für alle Beteiligten nur schwer zu verstehen. Die Gäste verloren im Angriffspiel völlig den Faden und auch die Deckung wurde das ein oder andere Mal mit einfachsten Mitteln ausgehebelt. Hinzu kam eigenes Abschlusspech und glückliche Treffer auf der Gegenseite. Auch Schiedsrichterentscheidungen waren teilweise recht einseitig und unterstützten die Abwärtsspirale der Markkleeberger. Timeouts, Wechsel und Abwehrumstellungen brauchte leider keine Abhilfe. Im Angriff gaben sich Leichtsinnigkeit, Unkonzentriertheit, Hast und Ungeduld die Klinke in die Hand. Und so schmolz der Vorsprung recht rapide in 15 Minuten dahin, bis bei Minute 57 der 24:24 Ausgleich an der Anzeigetafel leuchtete. Als es im Anschluss noch eine Zeitstrafe gegen Markkleeberg gab, war das Unheil absehbar. Am Ende waren es Torhüter Max Karehnke mit zwei gehaltenen 7m in den letzten 2 Minuten und die Tatsache, dass die Hausherren aus unerfindlichen Beweggründen in Überzahl den Torwart auswechselten, die Gründe warum Markkleeberg doch noch jubeln konnte. Der Wurf ins leere Tor 5 Sekunden vor Ende drehte die katastrophale Schlussphase der Markkleeberger.
    Fazit: In der Bezirksklasse reichen 40 starke Minuten nicht aus, können einem doch 15 kopflose Minuten das komplette Spiel kosten. Im Gegensatz zur letzten Woche stand man diesmal bei der Entscheidung in letzter Sekunde auf der richtigen Seite.

    Statistik:
    Maximilian Karehnke, Christian Rasche (4), Maximilian Pilz (2), Martin Kruppa (5), Sebastian Karthe (1), Lennart Wünschig (7/1), Steve Ullmann (2), Alexander Hennig (1), André Jaworski (1), Raimo Füßler (3)

    7m:
    USC 3 / 7
    TSV 1 / 2

    2-Min:
    USC: 3
    TSV: 3

  • 1. ST. SV Regis-Breitingen - TSV 1886 Markkleeberg 20 : 19 (11 : 08)

    Die neue Saison begann für den TSV 1886 Markkleeberg beim Mitaufsteiger aus Regis-Breitingen. Bereits in der vergangenen Spielzeit waren beide Begegnungen umkämpft und in beiden Spielen konnte sich die Heim-Mannschaft durchsetzen (28:24, 34:29). Die Kreismeister starten nach einem spielfreien Wochenende ohne personelle Veränderungen, Zu- oder Abgänge in die neue Saison 2019/2020 im Bezirk.
    Dass das Spiel kein Spaziergang werden würde, stand bereits im Voraus fest. Doch dass sich die Auftaktminuten derlei torarm gestalten würden, war nicht abzusehen. Nach knapp 16 gespielten Minuten leuchtete auf der Anzeigetafel nach einer 2:4-Führung des TSV gerade mal ein 4:4. Die Gäste ließen dank einer gut organisierten und flexiblen Abwehr sowie gutem Torhüterspiel die gesamte Begegnung über wenig Tore zu. Lediglich im Aufbauspiel fehlte der Druck in die Tiefe sowie im Torabschluss häufig das nötige Glück. Zu selten wurden die Schnittstellen bearbeitet oder klare Wurfgelegenheiten herausgespielt. Regis wusste die Möglichkeiten zu nutzen und konnte sich beim Stand von 7:5 erstmals mit zwei Toren absetzen. Bis zur Pause stellte sich das Zwischenergebnis auf 11:8.
    Über das zwischenzeitliche 14:10 konnten die Markkleeberger gegen Mitte der zweiten Halbzeit wieder auf zwei Tore aufschließen (15:13) und sich in der 49. Minute den Ausgleich erkämpfen (16:16). Die letzten Minuten der Begegnung versprachen also Spannung und einen engen Spielausgang. Im Angriffsspiel belohnte sich der TSV nun vereinzelt mit der notwendigen Konsequenz, sodass das Spiel auch dank der Abwehrarbeit offen gehalten werden konnte (17:17). Selbst vom weiteren Spielverlauf (19:17) ließen sich die Gäste nicht abschütteln und warfen mit Anbruch der letzten Minute den Ausgleichstreffer. Bis kurz vor knapp gelang es den Hausherren dann auch nicht, den verbleibenden Angriff erfolgreich abzuschließen. Erst mit dem letzten Wurf des Spiels fiel der Siegtreffer, der den Markkleebergern anschließend nicht mehr genügend Zeit für einen eigenen Torabschluss ließ.
    Auch wenn die Enttäuschung über die fehlenden Punkte da ist, so lässt sich doch einiges für die nächsten Spiele mitnehmen. Die Abwehrarbeit samt Torhüterspiel war überzeugend und auch mit dem mannschaftlichen Zusammenhalt und Kampfgeist lässt sich arbeiten. In der nächsten Zeit sollte dann auch das Angriffsspiel besser funktionieren und die Trefferquote hochgeschraubt werden. Bei Betrachtung des relativ schmal besetzten Rückraums und der Tatsache, dass die Gastgeber schon seit zwei Spielen eingespielt sind, muss die Leistung aber auf keinen Fall schlecht geredet werden.

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